Frettchen allgemein

Frettchen sind keine Nager sondern gehören zur Familie der Marderartigen, zu denen beispielsweise auch der Otter, Dachse und Skunks gehören. Die domestizierten Frettchen stammen vom Europäischen Waldiltis ab und sind bis heute mit ihm kreuzbar. Auch wird noch gemunkelt, dass bei der Entstehung des Frettchens der Steppeniltis beteiligt war. Sollte dies zutreffen, dann wäre das Frettchen eine Kreuzung zwischen Europäischem Iltis und Steppeniltis. Die Vermutung liegt nahe, sieht der Steppeniltis dem Frettchen doch ähnlicher als der Europäische Iltis.

Ursprüngliche begann die Zucht des Frettchen aus dem Iltis im vierten oder fünften Jahrhundert vor Christus. Seitdem dienten Frettchen vielen Völkern Europas als Helfer bei der Kaninchenjagd. Geschichtlich gesehen, wurde das Frettchen erstmals bei den Griechen ca. 450 v. Chr. erwähnt als ein marderartiger Jagdgehilfe. Bei den Römern war das Frettchen bereits um 70 v. Chr. als Haus- und Jagdbegleiter bekannt. In Spanien wurden Frettchen schon zur Zeit der Araber als Jagdbegleiter gehalten und man nannte sie „Furo“.

Anscheinend war selbst Leonardo da Vinci dem Charme der Frettchen unterlegen, denn er schuf dieses wunderschöne Gemälde „Dame mit Hermelin“. Im Mittelalter galten Albino-Frettchen als Schoßtiere feiner Damen.

Leider wurden zu dieser Zeit auch nur die Albi's als echte Frettchen anerkannt, was sich ja in der heutigen Zeit geändert hat, denn Frettchen erfreuen sich mittlerweile einer ganzen Reihe von Farbschlägen, leider sind nicht alle Sonderfarben krankheitsfrei.

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