Langhaarfrettchen.info



Hier haben wir versucht, die häufigsten Aussagen aufzufangen ... die meisten Aussagen betreffen nicht nur die Rasse der Langhaarfrettchen, sondern viele werfen auch die Halblanghaarfrettchen mit in den Topf hinein.


Langhaarfrettchen

· sind größer / schwerer als Kurzhaarferttchen. Stimmt nicht! Sie wirken durch das längere Fell nur größer.

· neigen durch die behaarte / gespaltene Nase zu Bronchitiserkrankungen oder Atemwegserkrankungen. Stimmt nicht! Sie niesen nicht mehr als Kurzhaarfrettchen. Die Nase ist eher ein ästhetisches Problem da sie nicht Jedem gefällt.

· sind anfälliger für Krankheiten. Stimmt nicht! Bis dato kennen wir nur ein Langhaarfrettchen das an einer Herzerkrankung litt. Dieses ist aber auch eine typische Krankheit für Kurzhaarfrettchen.

· Es gibt keine geeigneten Medikamente für Langhaarfrettchen. Stimmt nicht! Sie werden bei Krankheit mit den gleichen Medikamenten wie Kurzhaarfrettchen behandelt. Leider gibt es für Frettchen nur sehr wenige spezifische Medikamente.

· benötigen mehr Fellpflege. Stimmt nicht! Auch sie pflegen ihr Fell alleine und müssen nicht mehr oder weniger gebürstet werden als ihre kurzhaarigen Artgenossen.

· können nicht in der Aussenhaltung gehalten werden, da sie im Winter durch die fehlende Unterwolle frieren. Stimmt nicht! Sie sind durch die Länge und die Dichte des Felles geschützt. Viele Langhaarfrettchen leben in der Aussenhaltung, außerdem liegt der Ursprung dieser Rasse in Skandinavien und da sind die Temperatuen niedriger als in Mitteleuropa.

· sie sind Aggressiv und Bissig. Stimmt nicht! Sie sind lediglich aktiver und agiler und haben meist längere Wachphasen.

· brauchen hochwertigeres Futter. Stimmt nicht! Aber sie müssen genau so hochwertig ernährt werden wie Kurzhaar- und Halblanghaarfrettchen.

· neigen zu schlechteren Zähne und verlieren diese früher. Das trifft noch auf die in den Frettchenfarmen gezüchteten Tiere zu, dies ist aber eher auf die mangelhafte Ernährung während der Aufzucht zurück zu führen.

· Halblangaarfrettchen haben nur im ersten Jahr längere Haare und verlieren diese nach der Kastration. Stimmt nicht! Lediglich in den Sommermonaten sind sie schlechter von den kurzhaarigen Frettchen zu Unterscheiden

· Langaarfrettchen dürfen nicht in die Tragschlaffe genommen werden, da die Bauchhaut dünner ist und somit platzen könnte. Stimmt nicht! Sie haben keine dünnere Bauchhaut und können natürlich wie jedes andere Frettchen in die Tagschlaffe genommen werden.

· erzeugen in einer Vollverpaarung keine Welpen oder nur Kurzhaarfrettchen. So ein Quatsch!

· Fähen neigen zu Scheinschwangerschaften, sind schlechte Mütter und töten ihre Welpen. Stimmt nicht! Langhaarfähen lieben und umsorgen ihre Welpen genauso gut oder besser als Kurzhaarfähen. Uns sind Fälle bekannt bei der eine nicht trächtige Langhaarfähe die Kurzhaarfähe bei der Geburt unterstützte und als Hebamme fungierte.

· Fähen können ihre Welpen durch ein Laktoseproblem nicht alleine großziehen! Stimmt !!!!! Alle uns bekannten Langhaarfähen haben nicht ausreichend genug Milch um ihre Welpen alleine großzuziehen! Die Langhaarfähe entwickelt beim säugen keine ausgeprägte Milchleiste. Daher ist auch das Gerücht, das die Welpen an „Prall gefüllten Milchleisten“ wegen einem schlechteren Proteingehalt der Milch sterben nicht richtig!!! Auch eine höhere Proteinzufuhr der Fähe während der Aufzucht, durch Nerzfutter oder dergleichen kann dieses Problem nicht lösen. Untersuchungen der Milch haben ergeben, das diese genauso hochwertig ist wie die Milch der Kurzhaarfähe. So ist es ein Problem der Quantität und nicht der Qualität! Halblanghaarfähen, mit Unterwolle und glattem Nasenspiegel sind nicht davon betroffen. Sie neigen im Gegenteil zu einem hohen Milchfluss.



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