Am 11.11.2003 ist unsere kleine Albinomaus über die Regenbrogenbrücke zum Sam gegangen - jetzt kann sie ihn wieder in die Ohren zwicken.

Wie jeder mir versichert war es ein tragischer Unfall, aber trotzdem habe ich das Gefühl sie umgebracht zu haben.

Am Mittwochabend war ich allein zu Hause. Mein Mann besuchte mit einem Freund das Kino. Ich dachte super, endlich mal wieder ein Abend für mich alleine. Flocke war besonders anhänglich und saß eigentlich die ganze Zeit auf meiner Schulter während ich die Wäsche usw. erledigte. Während des Aufräumens sah ich den kuscheligen Stoff und eigentlich konnte ich ja sofort mit dem Hängematten nähen loslegen. Tja, hätte ich es mal lieber nicht getan :o( . Damit die Frettchen sich nicht verletzen konnten, habe ich den Stoff auf dem Tisch mit einem Cuttermesser zurechtgeschnitten. Dies auf dem Boden zu tun, war mir zu riskant. Damit ich einen graden Strich schneiden konnte nahm ich ein Brett zur Hilfe - ich blöde Nuß!! Nach jedem Schnitte stellte ich es auf dem Boden - warum habe ich es nicht hingelegt!! ... warum habe ich die Frettchen nicht in ihrem Käfig eingesperrt!!! - und faltete den Stoff um ihn dann über den Stuhl zu legen. Zweimal ist alles gut gegangen doch dann macht es rums ... ich riß das Brett hoch ... aber, ... aber für meine kleine Flocke kam jede Hilfe zu spät ............................. mit dieser Schuld werde ich wohl leben müssen ......... das Brett war zu schwer ... und ... ich habe nicht richtig aufgepasst ..................................................... ob sie mir es jemals verzeihen wird, dort wo sie jetzt ist ?

... ich möchte Euch hier einwenig von ihr erzählen ... Flocke ... die von vielen vom Frettchentreff liebevoll "Kleine Laborratte" genannt wurde ... sie mit ihren Normalgewicht von 550 gr., flink und quirlig, so etwas gibt es selten. Alle Frettchen waren nach einer langen Spielstunde friedlich am kuscheln ... nur eine nicht FLOCKE. Sie hatte es wirklich faustdick hinter ihren niedlichen Albinoohren. Sie liebte es in Füße zu zwicken (besonders in die Waden von Christian) und auch wenn sie etwas an nackter Haut geschleckt hat (dreimal ging es immer gut!) zwang ihr inneres Ich zu beißen (... beißen ... beißen ...). Auch ihr Jagdtrieb war enorm (wegen ihr lebt unser Hamster in einem Terrarium), am liebsten jagte sie Bonnie - die kann so richtig in Panik geraten ;o) und dem kleinen Merlin hat sie es beigebracht. Seven, die liebte sie wirklich heiß und innig. Sie tobten stundenlang durch die Wohnung, oder zusammen etwas anstellen wie z. B. die große Palme im Wohnzimmer ausbuddeln und dann durch die Wohnung schleifen und natürlich das KUSCHELN in der Hängematte - ... oh, wir werden sie vermissen, das kleine Flockenmonster. In diesem knappen Jahr indem sie bei uns gelebt hat, ist sie uns besonders ans Herz gewachsen, vielleicht weil sie nicht so einfach war, vielleicht weil wir im September nächtelang mit ihr um ihr Leben gekämpft haben, als sie ganz schlimmen Durchfall hatte, vielleicht, ja vielleicht weil sie so war wie sie war!!!!

Wir toben am liebsten auf und unter der Sofadecke,...
...da wird gemuckert was das Zeug hält. Unter der Decke knistert's immer so schön, weil wir uns da elektrisch aufladen. Wenn wir schließlich müde sind, begeben wir uns ganz von selbst wieder in unseren Käfig (da herrscht nämlich immer "Tag der offenen (Käfig-)Tür", wenn unsere Menschen da sind) und...
...kuscheln und schlafen gemeinsam in einer unserer zahlreichen Hängematten (im ganzen zwei).
Supi, hier dürfen wir mal auf einem echten Menschenbett spielen.
Die Schillis waren aber leider nicht zum mitspielen zu bewegen, schade!

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