Unser Krümelchen kränkelte schon länger ... wie leider häufig bei Rüden hatte auch er ein Herzleiden und mußte Medikamente nehmen. Nach Angels Tod baute unser Krümel immer mehr ab. Allerdings war er immer, wenn er wach war super aktiv, so dass man nicht wirklich sagen konnte wie es ihm ging. Klar er wurde dünner (außer sein dicker Bauch) und knochiger ... er schlief mehr, aber dabei haben wir uns nichts gedacht, denn er war ja schon ein kleiner "Oldi".
Dann bemerkten wir, dass er immer öfter alleine schlief ... also Mulan, Polly, Chakotay und Wolverine kuschelten sich nicht mehr wie bisher zu ihm. Der Bauchumfang nahm immer mehr zu und er fing auch schon vermehrt an zu trinken. Also packte ich kurzerhand Krümelchen in den Kennel um seine Nieren überprüfen zu lassen und vielleicht mußte die Dosis des Herzmittels erhöht werden ... so dachte ich.
Selbst in dem Wartezimmer war Krümel aktiv und die anderen Tierhalter kamen schnell mit mir ins Gespräche ... klar, dass Krümelchen jetzt fast 6o ml gesoffen hatte, seidem er im Kennel war lies mich noch nicht vermuten, was noch alles auf mich zukommen sollte. Dann wurden wir aufgerufen ...
... im Behandlungszimmer wurde Krümelchen gründlich untersucht und die Diagnose ... nee auf die war ich nicht vorbereitet ... Blut wurde erst gar nicht mehr abgenommen. Es hatte sich zwischenzeitlich so viel Wasser im Bauch angesammelt (heißt der Speck war weg und es war nur noch Wasser) ... das Herz und die Lunge hörten sich so schlecht an, dass selbst Medies nur noch eine Chance von ca. 2-3 Wochen für Krümelchen bedeuteten .... auch der Nebennierentumor schien stark gewachsen zu sein ...
... somit kamen Fr. Dr. Heckler und ich uns überein, dass wir ihn lieber jetzt schon gehen lassen sollten ... schluck ... irgendwie kamen wir uns beide etwas wie ein Mörder vor, weil er so verdammt aktiv war, aber wir wußten, dass dies auch von dem Nebennierentumor kommen könnte. Noch wärend sie die Spritze aufzog schwankte ich immer mehr, aber nein ... auch wenn es nur noch 2 Wochen wären, die sollte Krümelchen nicht alleine liegen ... vielleicht spürten seine "Kinder" wie schlecht es ihm wirklich ging ... es war wie ein Mantra für mich "Krümel liegt immer alleine".
Kaum hatte Frau Dr. Heckler die Spritze angesetzt kam schon eine rote Flüssigkeit heraus ... somit war klar, er hatte schon Blut in der Lunge ... und ... ich konnte es nicht fassen, er war schon TOT ... so flott noch die Zunge draußen mit CaloPet drauf .... wir waren beide geschockt .... Krümelchen hatte nichts, absolut gar nicht mehr zum zusetzten gehabt ... ich hätte ihn keinen Tag später gehen lassen dürfen ...
... total geschockt, von dem was ich soeben erlebt hatte fuhr ich mit Krümelchen wieder nach Düsseldorf ... wärend ich immer wieder Bilder sah ... Krümelchen als ich ihn das erste Mal gesehen hatte ... wie er Neelix durchs Wohnzimmer schleppte ... er mit Angel um die Welpen stritt ... wie er den Kopf streckte sobald er wach wurde ... das "freche grinsen", wenn er nebens Klo mache ... tja, das ich mich dabei verfuhr und ohne Navi dann fast 3 Stunden länger brauchte wird wohl niemanden wundern, der in einer änlichen Situation war.
Ein großer Trost ist für mich, dass Krümelchen und Angel wieder vereint sind und ich ihm durch dieses genaue Beobachten erspart habe .. elendig zu sterben, vielleicht sogar zu ersticken oder das ihm einer von seinen Tumoren (haben wir im Nachhinein beim Abtasten festgestellt) geplatzt wäre.
Hier könnt Ihr lesen wie Krümelchen sich auf unserer Seite vorgestellt hatte:

Hey ... hallo *wink* ... ich möchte mich hier mal kurz vorstellen, denn ich habe nie viel Zeit:
Also, mein Name ist Krümel (den Namen bekam ich aber erst hier) und ich bin am 23.07.2004 im schönen Belgien geboren. Am 18. Oktober habe ich eine lange Reise noch Deutschland gemacht ... ganz alleine :o( , nur mit meinen damaligen Menschen.
Tanja hat mir erzählt, dass sie mich auf einem Foto gesehen hat, da sie meinen "Züchter" durchs Internet kennengelernt hatte. Dieser hat ihr einfach mal seine Fotos geschickt ... tja, und sie hat sich sofort in mich verliebt, obwohl in diesem Jahr kein neues Frettchen bei den beiden einziehen sollte. Da sie und Thomas Urlaub geplant hatten wollten sie uns besuchen und mich evtl. mitnehmen. Leider wurde Thomas der Urlaub gestrichen und Danny hat Tanja dann vorgeschlagen, damit sie nicht den weiten Weg alleine fahren muß, dass sie seine Eltern an der Mosel besuchen und mich dann dort kennenlernen könnte ... ganz schön naiv die Tanja, aber dazu später.
Beide fanden diesen Vorschlag sehr nett und sie waren damit einverstanden. Tanja trat dann am 18. Oktober die Reise an ... bepackt mit einem Kennel ;o).
Dann kam der große Augenblick. Tanja lerne Danny's Mom und seine Schwester mit Freund kennen. Nach einem kurzen Gespräch, da Tanja so gespannt war, holten sie mich ... der Kennel öffnete sich ... ich gähnte und streckte mich, da es aufeinmal so hell wurde ... und da schauten mich vier Augenpaare mich an ... ups! ... Tanja streckte mir vorsichtig ihre Hand entgegen ... ich schnupperte ... und sie nahm mich dann vorsichtig hoch. Ich benahm mich natürlich sofort von meiner Schokoladenseite (eh, ganz ehrlich, ich habe einfach keine andere!) ... schnüffelte an ihr und fing natürlich (!!!) sofort an ihre Hand zu lecken ... irgendwie roch sie auch nach anderen Frettchen, super! Nachdem der erste Kontakt hergestellt war, wurde ich vorsichtig abgetastet, mein Mund wurde geöffnet, die Ohren wurden betrachtet ... ich kam mir ganz schön komisch vor ... auf einmal stockte Tanja "... der kleine ist ja schon kastriert! Davon hat mir Danny nichts geschrieben." ... Die Schwester war iritiert und rief ihn sofort zu Hause an, aber er bestritt es und meinte, dass seine Welpen auf keinen Fall kastriert werden. ... ich habe Tanja nichts gesagt, denn sie kraulte mich so nett ... Tanja glaubte ihm trotzdem nicht, denn wo nichts ist, kann auch nichts gefühlt werden und die Wahrscheinlichkeit beidseitiger Hodenhochstand, war wirklich sehr gering. Ich merkte wie es in ihr arbeitete ... sie überlegte ... ein so früh kastriertes Tier bedeutet sehr wahrscheinlich eine frühe Erkrankung der Nebenniere ... auf der anderen Seite ... so ein liebes Frettchen .... Tanja war sich absolut nicht schlüssig. Schade, dass Thomas ihr diese Entscheidung nicht abnehmen konnte. Also trank man erst mal in Ruhe einen Kaffee und unterhielt sich über belanglose Sachen. Ich nutzte weiterhin die Zeit auf ihrem Schoß und zeigte ihr wie toll ich bin ... und was soll ich sagen, ich habe gewonnen ... Tanja hat mich am Ende doch mitgenommen.

In ihrem Kennel wartete Futter, Wasser, ein Klo (Frettchen, dass war aber auch nötig) und eine super kuschelige Hängematte. Eigentlich wollte ich ihr auf der ganzen Autofahr zuhören, denn sie redete mit mir, erzählte mir von den vielen Frettchen, die Zuhause auf mich warten würden .... aber ich war einfach nur müde und schlief ein .... unterwegs haben wir noch Thomas eingesammelt (o.k. ihn von der Arbeit abgeholt) ... aber ich war einfach immer noch müde ...
... in meinem neuen Zuhause angekommen, durfte ich mich erst einmal alleine umschauen ... und als ich alles erkundet hatte, durfte ich die anderen Frettchen richtig kennenlernen ... vorher war ja Gitter zwischen uns ... kaum haben die an mir geschnuppert wurde ich verprügelt ... 8 gegen 1en .... ist ganz schön unfähr!!!! Tanja und Thomas waren total entsetzt, da ich ja ein Jungrüde bin und bisher gab es da noch keine Probleme auf den Frettchentreffen (höchstens wenn sie langsam Geschlechtsreif wurden). Tanja und Thomas blieben eisern und meinten, dies müßten wir erst einmal unter uns klären. Ich verkrümelte mich ziemlich schnell in einem Rohr, wo die anderen mich in Ruhe leißen. Leider wurde dieser Zustand von Stunde zu Stunde schlimmer, mein Nacken blutete ... und die Aggessivität der anderen mir gegenüber legte sich in keinster Weise. Also

bekam ich an nächsten Tag meinen eigenen Käfig und meinen Namen!
Bis heute hat sich dieser Zustand leider nicht gelegt. Auch mit anderen Frettchen habe ich das große Problem, dass sie mich nicht mögen ... außer Angel, der ist mein Freund. Zu Menschen bin ich absolut super lieb und meine Zähne habe ich wirklich nur zum Fressen. Mittlerweile habe ich mit Angel die oberste Etage im neuen Käfig bezogen und wir fühlen uns dort sehr wohl. Den Auslauf müssen wir uns leider mit den anderen teilen, aber Tanja und Thomas achten darauf, dass beide Gruppen in der Woche ca. 3 Stunden haben ... am Wochenende ist es natürlich mehr.

Leider hat sich herausgestellt, dass ich nicht nur so früh kastriert worden bin sondern, dass ich bei der Kastration auch noch direkt entdrüst wurde. Ich kann daher keine Stinkbomben abgeben (sondern mache sofort Häufchen) und meinen Mitfrettchen dadurch auch nicht mitteilen, dass ich es nicht gut finde, was sie mit mir machen. Tanja nimmt auch an, dass ich dadurch für die Frettchen anders rieche. Leider kennt sie niemanden, der ebenfalls ein endrüstet Frettchen besitzt (da diese ja in Deutschland verboten ist). Solltest Du also Erfahrungen in dieser Richtung haben, dann melde Dich doch bitte bei ihr ... sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass ich doch irgendwann von der Gruppe akzeptiert werde.
Endlich ist Verstärkung zu Angel und mir gezogen ... erst Wolverine und dann die beiden Mädels ... ich glaube ich habe jetzt meine Berufung gefunden ... ich bin PAPA !!!! :o)))))
