Unsere Frettchen



Die süße Motte ist nach 2,5 Jahren wieder bei uns. Da sie schon so häufig in neue Zuhause gezogen ist, haben wir es nicht noch einmal übers Herz gebracht sie wieder zu vermitteln. Wir konnten sie erfolgreich in die Gruppe von Püppi, T*Pol, Storm, Ally und Yuki vergesellschaften. Auch mit den anderen Kobolden aus unserem großen Rudel hat sie keinerlei Probleme.

Bisher hat Ga nicht wirklich viel Glück gehabt. Zuerst wurde sie als Welpen vermittelt, aber die Halterin war nach kurzer Zeit mit den drei Welpen überfordert, so dass Ga mit ihrem Bruder Gwin und Enzimna zurück kam. Schnell fand Ga einen Liebhaber der sie zusammen mit Haruko ins neue Zuhause entführte, aber das Glück währte leider auch nicht lange und Ga kam mit Haruko zurück. Genau an dem Tag, an dem ihr Bruder Gwin abgeholt werden sollte. Die zukünftige Altgruppe war mit von der Partie und die neue Halterin von Gwin verliebte sich sofort in die zierliche, freche Harlekinmaus, zumal diese sich sofort mir der Albinofähe verstanden hatte. Also wurde gebettelt und ich habe nachgegeben und Ga zog zusammen mit Gwin am selben Tag noch aus.

Da die Halterin aktiv in einer Frettchen-Hilfe im Vorstand war, dachte ich wirklich, dass meine beiden Welpen dort gut untergebracht wären, doch dann erhielt ich nach 2 Jahren folgende Mail:

13.08.2009:









Hi Tanja,  
ich habe den Verdacht das Ga wohl eine Nebennierenerkrankung hat. :-(
Nächste Woche haben wir einen Arzttermin zur Blutabnahme. Aufgefallen ist mir mir schon vor längerem als ich bemerkte das Ga eine leicht geschwollene Vulva hatte. Da dies aber selbständig wieder zurück ging habe ich mir erst keine großen Gedanken gemacht. Doch jetzt verliert sie rasend schnell das Fell am Schwanz und verliert im Laufen ab und an Urin. Da sie auch recht klein ist und nicht viel wiegt werde ich mit meiner TÄ abklären in wie weit das operabel ist (wenn es tatsächlich die NN seien sollten). Ein gutes Gefühl aber habe ich dabei nicht. Ich möchte dir hiermit bescheid geben und werde dich natürlich auf dem laufenden halten. Hast du aus dem Wurf oder der Verpaarung mal was änliches gehört?

Ich teilte ihr meine Vermutung bezüglich nicht korreter Kastration mit und auch, dass alle anderen Wurfgeschwister gesund + munter sind. Dann hörte ich länge Zeit wieder nichts von ihr und da ich beruflich dieses Jahr sehr beansprucht werde (z.B. durch eine Urlaubssperre von April-November und jeder Menge Uberstunden usw.), habe ich auch nicht wirklich nachgeharkt :o/



Dann kam die nächste Mail:

27.08.2009:







Hallo Tanja, 
habe vorhin schon versucht dich zu erreichen, da warst du aber leider noch nicht zuhause. Bitte sei mir nicht böse wenn ich dir das jetzt schreibe, aber ich habe mir überlegt ob ich Gwin und Ga nicht wieder zurückgebe. Ich hatte ja geplant nächstes Jahr mit der Zucht anzufangen und zudem noch umzuziehen. Da sind mir derzeit 6 Frettchen einfach zuviel. Zudem noch die Sache mit Ga. Ich konnte leider noch nicht zum TA mit ihr gehen, da ich momentan sehr ausgelastet bin mit der Arbeit. Ich würde dir beide, natürlich umsonst, zurück bringen und auch neue Besitzer für sie suchen.
Ich hoffe du verstehst meine Entscheidung.


Tja, was soll man nach so einer Mail sagen. Lach, sie dachte tatsächlich, dass ich so eine Handlung verstehen könnte, nur weil ich geschrieben habe, dass wir natürlich umgehend unsere Tiere zurück nehmen würden. Also wirklich, was für ein verantwortungsvoller Züchter soll die mal werden, wenn die keine Zeit findet mit ihren "todkranken" Tieren zum Tierarzt zu gehen, die bestehende Frettchengruppe nicht impft und auch sonst die lästigen Kastraten abgibt. Klar, es gibt solche und solche Halter und Züchter ... aber ehrlich, mir sind die, die ein paar Tiere mehr haben, weil die Kastraten nach erfolgreicher Zucht ihr "Gnadenbrot" dort bekommen dürfen und weiterhin im gewohnten Umfeld leben können lieber, als wie solche die nur 1-Jähre Zuchttiere halten. Sind die Kastraten nicht die tollsten Frettchen der Welt ... um so älter um so vertrauter sind einem doch die Kobolde. Welche Wärme und Vertrautheit bei Frettchen und Halter entstehen, wenn man längere Zeit zusammen gelebt hat. .... sorry, ich weiche vom Thema und von der Vorstellung von Ga ab.

Natürlich hat Thomas an dem folgenden Samstag die beiden Kobolde dort abgeholt, denn wenn Ga wirklich so schlimm krank wäre wie sie in der ersten Mail geschrieben hatte, dann wurde es allerhöchste Eisenbahn, dass das Tier zum Doc käme. Natürlich hat sie auch von uns keine (!!!) Schutzgebühr zurückerhalten, da beide Kobolde nicht geimpft wurden, sie mit Ga nicht bei TA war und noch zusätzlich die Benzinkosten für Thomas hinzu kamen.

Ga haben wir umgehend unserem Ta vorgestellt, aber außer einen Fettschwanz konnte er jetzt nichts feststellen. Wir werden das nächste Frühjahr abwarten, ob sie wieder in die Ranz kommen sollte. Das Gewicht hat sich hier auf stolze 849 gr gesteigert, ohne das Ga jetzt fett wirken würde. Im Moment ist sie im Fellwechsel und somit schwindet von Tag zu Tag auch ihr Fettschwanz.



Hier mal ein Paar Bilder von meiner Entwicklung der ersten 7 Wochen:

kl. Würmchen die die Welt erobern wollen schon jetzt ist zu erkenne wie schön ich mal werde
nein .. meine Augen öffne ich noch nicht meine Geschwister und ich
wer kann mir wiederstehen ???? ... sei ehrlich DU auch nicht :o)))))


... mehr Bilder von mir findest Du demnächst in der Bildergalerie


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