Aber warum gerade Frettchen?

1988 habe ich zum erstenmal etwas über Frettchen gelesen. Damals habe ich mich sofort in diese kleinen Kobolde verliebt. Allerdings wohnte ich zu diesem Zeitpunkt noch bei meinen Eltern (ich war 18) und mein eigenes Tier war Ricky mein Kaninchen, welches friedlich neben der Familienkatze lebte. Und die Sache mit den „Eintagsküken“ kam mir auch nicht gerade geheuer vor :o), zumal in den hiesigen Tageszeitungen, wenn mal ein Frettchen zu vermitteln war, war immer etwas von Jagdfrettchen zu lesen und der Preis schien mir damals auch enorm ab DM150,00 im Düsseldorfer Raum. Mein Vater riet mir von der Haltung eines Frettchens ab, weil er nur stinkende unkastrierte männliche Jagdfrettchen kannte. Aber das Frettchenfieber hatte mich gepackt. Immer wieder las ich in den laufenden Jahren etwas über Frettchen und auch in der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ gab es hin und wieder Berichte über Frettchen, oder es waren Vermittlungsfrettchen zu sehen. Meine Neugierde nach diesen possierlichen Raubtieren wurde immer größer und in dem heimischen Bücherregal wuchs die Anzahl der Frettchenbücher. 2002 wurde dann das große Frettchenjahr für uns. Meinem Mann fiel dann irgendwann auf, das die Frettchenbücher immer öfter aus dem Bücherregal genommen wurden. Auch im Internet schaute ich immer öfter auf dieversen Frettchenseiten (www.frettchen.de/www.frettchen-forum.de usw.). Irgendwann fragte er mich danach. Ich gestand ihm meine große Frettchenvernarrtheit und sagte ihm auch, dass ich in all den Jahren noch nie ein Frettchen live gesehen habe - immer nur auf Bildern oder im TV. Thomas erkundigte sich in einem Exoten-Tierfachgeschäft nach Frettchen und die teilten ihm mit, dass sie im Juli/August immer mal Frettchenwelpen hätten. Und eines Samstags fuhr er mit mir dorthin und ich sah zum erstenmal live Frettchen. Thomas und ich waren total angetan von ihnen und wieder keimte der langersehnte Wunsch nach einem eigenen Frettchen auf. Wir haben noch viele Wochen darüber gesprochen, ob eine erneute Tieranschaffung für uns überhaupt in Frage kommt, denn unser Tierbestand mit drei Katzen, zwei Kaninchen und einem Zwerghamster war ja schon recht groß. Der Zeitaufwand für den bestehen Zoo war schon recht groß, zumal ja auch bei so vielen Tieren die tägliche gründliche Reinigung der Wohnung zugerechnet werden musste. Eines Abends kam mein Mann ins Wohnzimmer und beobachtete mich bei meinen Bemühungen die Katzen zum spielen zu animieren, was mal wieder zwecklos war. Die Kaninchen hoppelten draußen in ihrem Freigehege und der Zwerghamster (tolles Katzenfernsehen) wollte auch von mir nichts wissen. Tja, ich glaube er verstand so langsam meinen Wunsch nach einem Tier, welches sich zum spielen animieren lies. Thomas ist nicht nur beruflich mit seinem PC verbunden, sondern auch privat. Dadurch habe ich auch sehr viel Zeit für mich, die ich bisher sehr gut mit den zwei älteren Katzen verbracht habe, aber seitdem Sam Diabetes hat, ist mit den beiden nicht viel Los und Charly hat noch nie mit anderen gespielt. Thomas hat mich gefragt, ob ich im Internet herausfinden würde, wo zur Zeit Frettchen abzugeben wären. Klar wusste ich dies. Wir haben bei einer Familie angerufen die zu dem Zeitpunkt Welpen abzugeben hätten. Wir fuhren eigentlich nur dorthin um uns Frettchen in der Familie anzuschauen. Zu sehen, ob sie wirklich so aktiv waren, wie in allen Büchern beschrieben. Ja, sie waren in dieser Familie sehr wuselig und aktiv und eine Fähe kletterte dauernd an mir hoch und als sie auf meinem Arm war leckte sie Thomas‘ Hand. Wir schauten uns an und uns war klar, die nehmen wir mit! Zubehör in Form eines großen Käfigs, Katzenklo usw. hatten wir im Keller. Denn wir hatten uns schon darauf geeinigt dass irgendwann ein bzw. zwei Frettchen zu uns ziehen, wenn sich der Tierbestand bei uns natürlich dezimiert hatte. Da diese Fähe noch nicht vermittelt war durften wir sie tatsächlich mitnehmen. Ein Name war auch schnell gefunden - „seven of nine“ - sie als siebtes Tier in einem Haushalt mit neun Lebewesen - o.k. Thomas ist ein Trekki :o) . Mit Seven haben wir wirklich sehr viel Glück gehabt - o.k. sie hatte Flöhe (Hilfe und wir mit drei Langhaarkatzen), Würmer, war nicht geimpft und frisches Fleisch mochte sie nicht (bis heute nicht!!!!)

Wir haben diesen Tag bis heute nicht bereut und mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Frettchen für uns die idealen Haustiere sind und wir möchten sie nie wieder in unserem Leben missen.

Text und Bild/er unterliegen der copyright von Tanja Arts - www.frettchentreff-duesseldorf.de

nach oben